Für Eltern

Elternschaft

Wo ist die Grenze? Meine, und deine?
Auch Eltern haben ein Recht auf Grenzen, Bedürfnisse und ein eigenständiges Leben. Liebendes Vertrauen brauchen wir in unsere Kinder, damit gemeinsames Leben gelingen kann, vor allem, wenn Probleme und Konflikte den Alltag „stören“ und gemeinsame Lösungen gefunden werden müssen. Ermutigung brauchen wir, um uns dem Leben in all seinen Facetten stellen zu können. Und Mut brauchen wir, um uns jeden Tag neu einlassen zu können in die herausfordernde Aufgabe der „Erziehung“.

Vom Mythos der richtigen Erziehung

Welche Rolle spielen Erwachsene für Heranwachsende?
In der Erziehung geht es vorwiegend darum, den Kindern von Anfang an „dabei zu helfen, es selbst zu tun“. Ein wesentlicher Grundsatz in der Erziehung, in der Pädagogik überhaupt, muss sein: sich selbst überflüssig zu machen. Das bedeutet nicht, dass wir unseren Kindern keinen Schutz und keine Zuwendung zukommen lassen. Es bedeutet, dass wir Situationen willkommen heißen, die unseren Kindern selbstständiges und selbstwirksames Handeln, selbstermutigende Erkenntnisse möglich machen. Erziehung bedeutet aber auch, den Mut zum Leben weiterzugeben – und diesen Mut findet ein Kind nur, wenn es geliebt wird.

Wie funktioniert Erziehung?

Wie funktioniert Erziehung zu einem mündigen Bürger in einem demokratischen Staat? Wie lernen Kinder und Jugendliche, Verantwortung für sich, für die Gemeinschaft und ihre Pflichten zu übernehmen?
In einer Demokratie geht es darum, selbstbestimmt und eigenständig Entscheidungen treffen zu können. Es geht darum, Eigensinn zu stärken, Kindern zu helfen, zu ihren eigenen Überzeugungen zu stehen ohne andere zu verletzen oder jemandem zu schaden. Probleme, Konflikte, Meinungsverschiedenheiten, Gruppenbildung, das alles ist normal. Bei Konflikten soll es nicht darum gehen, wer schuld ist, sondern es geht um Lösungen und darum, was wir daraus lernen können. Das Ziel von Erziehung ist auch, zu verschiedenen Menschen liebenswerte Beziehungen haben zu können.

Wie können wir Wege finden, auf Jugendliche einzugehen und ihr Vertrauen zu gewinnen, damit das Zusammenleben leichter gelingt?
Machtkämpfe sind im Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen unvermeidlich. Es geht in dieser Zeit darum, neue, „erwachsenere“ Formen der Beziehung miteinander zu finden. Je klarer wir in dieser Zeit an unseren Grenzen, an dem, was für uns akzeptabel ist, festhalten, umso weniger werden diese Konflikte eskalieren.
Es ist aber auch wichtig, dass wir im speziellen Einzelfall Misslungenes „übersehen“ und uns einlassen können darauf, dass diese jungen Menschen lernen und Fehler machen müssen. Kinder müssen erfahren, dass auch wir Erwachsene Fehler machen und sollen sich früh damit auseinandersetzen, dass es „die heile Welt“ nicht gibt.

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